Kalte Lust – Wenn der Sommer plötzlich ganz schön heiss wird
Eis, Sonne und verbotene Gedanken
Der Sommer in der Schweiz hat etwas Gefährliches. Kaum steigen die Temperaturen über 30 Grad, verlieren selbst die vernünftigsten Menschen jede Kontrolle. Plötzlich sitzen Banker in Shorts am See, Nachbarn grillieren halbnackt auf dem Balkon und irgendwo läuft immer jemand mit einer Glace herum, die verdächtig langsam geschleckt wird.
Und genau dort beginnt sie: die kalte Lust.
Nicht die harmlose Lust auf Vanille oder Erdbeer. Nein. Diese spezielle Art von Sommergefühl, bei der ein eisgekühlter Drink, nackte Schultern und verschwitzte Sommernächte für Gedanken sorgen, die man besser nicht laut ausspricht.
Wer einmal an einem heissen Abend am Vierwaldstättersee sass, weiss genau, wovon die Rede ist. Die Luft riecht nach Sonnencreme und Abenteuer. Überall dieses leise Flirten. Dieses zufällige Berühren beim Vorbeigehen. Dieses gefährliche „Willst du mal probieren?“ beim Teilen einer Glace.
Manche behaupten sogar, Glace sei das erotischste Lebensmittel überhaupt. Und ehrlich gesagt: Sie könnten recht haben.

Warum Sommerflirts selten unschuldig enden
Es beginnt immer harmlos.
„Nur ein Drink.“
„Nur kurz an den See.“
„Nur noch eine Kugel Pistazie.“
Drei Stunden später sitzt man barfuss irgendwo auf einer warmen Mauer, spricht über völlig belanglose Dinge und fragt sich heimlich, ob diese Person wohl genauso gefährliche Gedanken hat wie man selbst.
Der Sommer macht Menschen mutiger. Vielleicht liegt es an der Hitze. Vielleicht an zu wenig Schlaf. Vielleicht daran, dass Kleidung plötzlich nur noch als optionale Empfehlung betrachtet wird.
Besonders gefährlich wird es nachts. Wenn die Städte noch warm sind, die Musik aus den Bars klingt und jemand plötzlich mit zwei Cocktails auftaucht und sagt:
„Du siehst aus, als könntest du etwas Kaltes gebrauchen.“
Spätestens dann weiss man: Das hier geht nicht mehr nur um Getränke.
Kalte Lust – die wohl heisseste Versuchung des Sommers
Der Name passt perfekt. Denn echte kalte Lust ist ein Widerspruch. Eiswürfel auf der Haut. Kalte Drinks in heissen Händen. Gänsehaut trotz Sommerhitze.
Und genau deshalb lieben Menschen den Sommer so sehr.
Er erlaubt Dinge, die im November völlig absurd wirken würden. Niemand flirtet sexy mit einem Raclette. Aber mit einer Glace? Sofort.
Einige Paare verlieben sich im Sommer.
Andere verlieren ihre Vernunft.
Und manche bestellen einfach noch eine zweite Kugel und tun so, als wäre das ihr einziges Problem.
Mehr Eis, weniger Kontrolle
Der Sommer ist zu kurz für langweilige Gedanken. Also raus an den See, rein in die warmen Nächte und vielleicht ein kleines bisschen näher an diese gefährliche Mischung aus Hitze, Sehnsucht und kalter Lust.
Aber Vorsicht:
Manche Sommer enden mit Sonnenbrand.
Andere mit gebrochenen Herzen.
Und die besten?
Mit Lippen, die nach Mojito und Vanille schmecken.
Quell: Webagentur Max Ruchti

Erotische Werbung im öffentlichen Raum – Zwei Schülerinnen diskutieren ein Werbeplakat
Vor einem grossen Werbeplakat der Glace-Marke „Kalte Lust“ bleiben zwei Schülerinnen auf dem Heimweg stehen. Das Bild zeigt einen Mann und eine Frau in einer anzüglichen Pose mit einem Eis in der Hand. Der provokante Slogan „leck mich“ springt sofort ins Auge.
„Eigentlich ist das nur Werbung für Glace“, sagt die eine Schülerin nachdenklich. „Aber irgendwie wirkt es schon sehr sexuell.“
Die andere nickt. „Ja, vor allem weil solche Bilder überall hängen – an Bushaltestellen, Bahnhöfen oder mitten in der Stadt. Kinder sehen das ja auch.“
Die beiden diskutieren darüber, warum Firmen oft mit Erotik arbeiten. Sexuelle Anspielungen würden Aufmerksamkeit erzeugen und dafür sorgen, dass Menschen länger hinschauen oder sich besser an die Marke erinnern. Gleichzeitig könne solche Werbung problematisch sein, weil sie Menschen – besonders Frauen – manchmal auf ihr Aussehen oder ihren Körper reduziere.
„Ich finde es schwierig, wenn Werbung extra provoziert, nur damit man hinschaut“, meint die erste Schülerin. „Man gewöhnt sich irgendwann daran, dass alles sexualisiert dargestellt wird.“
Ihre Freundin ergänzt: „Andererseits sagen viele Firmen, dass provokative Werbung Kunst oder Humor sei. Wahrscheinlich kommt es auch darauf an, wie respektvoll etwas dargestellt wird.“
Am Ende sind sich beide einig, dass Werbung im öffentlichen Raum immer eine Wirkung auf die Gesellschaft hat – besonders auf junge Menschen. Deshalb sei es wichtig, kritisch hinzuschauen und darüber zu sprechen, welche Botschaften vermittelt werden und wo die Grenze zwischen kreativer Werbung und unnötiger Sexualisierung liegt.

Ich lecke, bis du spritzt
Die Sonne brannte heiss auf den Garten nieder. Über dem satten Grün des Rasens hing der feine Nebel des Wassers, das im Gegenlicht glitzerte wie tausend kleine Diamanten. Der Duft von Sommer, frisch gemähtem Gras und süsser Glace lag in der Luft.
Sie sass barfuss auf dem warmen Steinplattenweg, ein grosses Cornet in der Hand. Langsam fuhr ihre Zunge über die schmelzende Vanillecreme, während einzelne Tropfen über ihre Finger liefen. Mit halb geschlossenen Augen genoss sie die Kühle auf ihren Lippen.
Er stand nur wenige Schritte entfernt auf dem Rasen. Locker hielt er den Gartenschlauch auf Hüfthöhe und liess den Wasserstrahl langsam über das Gras wandern. Doch immer wieder glitt sein Blick zu ihr.
„Pass auf“, sagte er grinsend.
Zu spät.
Ein feiner Sprühregen traf ihr Gesicht und liess ihr Haar nass an die Wangen kleben. Sie lachte nur leise, leckte unbeirrt weiter an ihrer Glace und sah ihn provozierend an.
„Mehr kannst du nicht?“
Er hob eine Augenbraue und richtete den Schlauch erneut auf sie. Das Wasser traf ihre Schultern, rann über ihre Haut und liess den dünnen Stoff ihres Sommerkleides dunkler werden. Doch statt sich zu beschweren, streckte sie ihm langsam die Zunge entgegen und fuhr erneut genüsslich über das Eis.
Zwischen ihnen lag dieses unausgesprochene Spiel. Jeder Blick hatte eine Bedeutung. Jede Bewegung fühlte sich doppeldeutig an.
Der Gartenschlauch zischte leise.
Die Glace schmolz schneller.
Und die Hitze des Sommers machte aus einem harmlosen Nachmittag etwas, das sich plötzlich viel verbotener anfühlte, als es eigentlich war.